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Mehr Gemüse statt Fleisch – was das verändern würde
Folgen für die Landwirtschaft

Das aktuelle Ernährungssystem belastet Klima, Umwelt und Gesundheit. Was würde eine globale Umstellung auf eine gesündere, nachhaltigere Ernährung für die Landwirtschaft bedeuten? Das hat eine Studie untersucht.
Laut EAT Lancet Kommission – ein internationales Expertengremium, das wissenschaftliche Grundlagen für eine gesunde, nachhaltige und gerechte globale Ernährung formuliert – könnten durch diese Ernährungsweise weltweit jedes Jahr bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle vermieden werden.
Dieser wissenschaftlich fundierte Speiseplan schützt demnach nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die des Planeten. Denn das derzeitige Ernährungssystem verursacht der EAT Lancet Kommission zufolge rund ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Hinzu kommt: Etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel gehe weltweit zwischen Acker und Teller verloren oder lande im Müll, während rund die Hälfte der bewohnbaren Erdoberfläche landwirtschaftlich genutzt wird – vor allem für Viehhaltung und den Anbau von Futtermitteln.
In der jetzt veröffentlichten Studie untersuchte ein internationales Forschungsteam, wie sich eine globale Umstellung auf eine gesündere, nachhaltigere Ernährung auf die Landwirtschaft auswirken würde.
„Das aktuelle Agrar- und Ernährungssystem ist mit Gesundheitskosten, vorzeitigen Todesfällen, Treibhausgasemissionen, stickstoffbedingter Verschmutzung sowie Wasser- und Landverbrauch verbunden“, sagt Hermann Lotze-Campen, Leiter der Forschungsabteilung Klimaresilienz am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Co-Autor der Studie der ARD-Klimaredaktion.

