Lebensqualität durch Nähe

Lebensqualität durch Nähe

Kurzfassung:
Nähe und soziales Miteinander sind die Schlüssel zur Lebensqualität im Römerland Carnuntum 2040. Wachstum findet in den Ortskernen statt, die als lebendige Lebensräume attraktiv für Menschen jeden Alters sind. Wirtschaft und Landwirtschaft machen mit hochwertigen regionalen Produkten auf sich aufmerksam. Im regionalen Bewusstsein ist klar verankert, dass die Zukunft der Region in der Zusammenarbeit liegt. Der ökologische Fußabdruck der Region konnte durch die konzentrierte Entwicklung und die kurzen Wege deutlich verringert werden.

 

Detaillierte Zukunftsbild: 

Das Römerland Carnuntum ist 2040 eine Region der Nähe und des sozialen Miteinander. Die Region setzt bewusst einen ländlichen Kontrapunkt zu den Großstädten Wien und Bratislava. Ein bewusstes Wachsen ermöglicht eine regional abgestimmte und zielgerichtete räumliche Entwicklung. Der Fokus liegt auf der Nutzung von innerörtlichen, bereits erschlossenen Flächen. Neue Widmungen und Neubauten außerhalb bestehender Siedlungsstrukturen werden nur noch in Ausnahmen vorgenommen. Dadurch sind starke und lebendige Ortskerne entstanden, die ein attraktives Lebensumfeld für Menschen jeden Alters bieten. Die wenigen Leerstände in den Zentren werden als Räume der geselligen Begegnung und des gemeinsamen Lernens genutzt. Im Wohnbau konnten zahlreiche integrierte Konzepte realisiert werden: vom Generationenwohnhaus über flexible Wohngemeinschaften und -formen.

Die meisten Gemeinden haben einen „Sozial-Campus, in dem Kinderbetreuung ebenso angeboten wird wie verschiedene Bildungsformate, Gemeinschaftsgärten oder Räume für Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten. Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und spezifischen individuellen Fähigkeiten und Interessen kommen dort zusammen. Sie bilden soziale Netzwerke und stellen ihre Talente nachbarschaftlich organisiert zur Verfügung.

Durch dieses Miteinander entstehen soziale Innovationen und zukunftsfitte und nachhaltige Lösungen in allen Lebensbereichen. Im Sozial-Campus sind auch die Einrichtungen für Gesundheit und Pflege dezentral der Region verankert, die das bestehende zentrale Angebot ergänzen.

Wirtschaft und Landwirtschaft nutzen das regionale Potenzial und achten auf den Schutz der Natur- und Lebensräume. Die in der Region hergestellten Produkte sind von hoher Qualität, ressourcenschonend produziert und haben eine starke regionale Identität. Für die Landwirte und Landwirtinnen ergeben sich durch nachhaltige Innovationen und die Veredelung regionaler Produkte neue Nischen und Zukunftschancen.

Die Bevölkerung hat ein hohes Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil und kauft gerne die Produkte der Bauern und Bäuerinnen der Region. Regionale Einkaufsgemeinschaften und die online-Plattform „Forum Römerland Carnuntum“ ermöglichen allen Menschen in der Region einen raschen und unkomplizierten Zugang zu diesen regionalen Produkten.

Im Römerland Carnuntum herrscht ein starkes gemeinsames regionales Bewusstsein. Dem spezifischen Regionswissen wird ein hoher Wert beigemessen. Das Regionsparlament hat sich erfolgreich als ein konstruktiver Lern- und Entwicklungsraum etabliert, aus dem laufend neue Projekte und Partnerschaften entstehen. Bürger und Bürgerinnen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und politische Vertreter und Vertreterinnen der Region bekennen sich zu dieser intensiven Form des Austausches im Regionsparlament. Es ist allen klar, dass ein nachhaltiger Erfolg in der Entwicklung der Region nur in Zusammenarbeit passieren kann. Kooperationen zwischen den Gemeinden sind daher in allen Lebensbereichen auf der Tagesordnung. Um die räumliche Entwicklung bestmöglich abzustimmen, bekennen sich die Gemeinden zu einem regionalen Finanzausgleich und einer regionalen Raumordnung. Vertreter und Vertreterinnen der Region werden zu (inter-)nationalen Kongressen und Veranstaltungen eingeladen. Dort berichten sie über die Herausforderungen und den Erfolg des „via Carnuntum“, wie der Weg des regionalen Miteinanders in der Region oft bezeichnet wird.

Durch die Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft und im Gewerbe ist der ökologische Fußabdruck der Region kleiner geworden. Die kompakte, räumliche Entwicklung führt zu kürzeren Wegen. Der Verkehr hat daher abgenommen und der Bau neuer Straßen ist kaum noch von Nöten. Die Region kann 90% des Energiebedarfes für Wärme und 50% für Mobilität aus erneuerbaren Energiequellen abdecken.

 

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Projektpartner

gefördert durch die Wissenschaftsabteilung des Landes NÖ