Städte – und Dörfer – der Zukunft

Städte – und Dörfer – der Zukunft

Der Klimawandel macht ein Umdenken beim Planen und Bauen notwendig. In diesem Beitrag aus der ZDF-Serie „planet e“ geht es darum, wie wir die Lebensqualität in unseren Städten, aber auch in Dörfern, durch zukunftsorientiertes Planen und Bauen erhöhen können:

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-planen-bauen-leben—die-staedte-der-zukunft-100.html

„Dem Klimawandel sei Dank: Er zwingt uns offenbar zum Umdenken. Denn so wie in diesem Film beschrieben zu planen und zu bauen ist sowieso g´scheit. Auch ohne Klimawandel…“
(Hans Rupp, Club of Rome Carnuntum)

Hier alle „planet e“-Dokumentationen im Überblick: https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e

Klima-Notstand

Michaelerberg-Pruggern: KLIMA-NOTSTAND!

Die steirische Gemeinde Michaelerberg-Pruggern (Bezirk Liezen) war die erste österreichische Gemeinde, die den Klimanotstand ausgerufen hat. Hier der Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom  13. Juni 2019, bei der dieser Beschluss einstimmig gefasst wurde:  

Bericht von Herrn Ernst Schrempf, kommunaler Klimaschutzbeauftragter, zum Thema Ausrufung des „Klimanotstandes“ für die Gemeinde Michaelerberg-Pruggern:  

Die Grundlage meines Antrages auf „Klimanotstand“ sind detaillierte Kenntnisse über die Entwicklung der Klimaerhitzung und die damit verbundenen zerstörerischen Auswirkungen in unseren Heimatgemeinden. Als erklärtes Ziel muss deswegen auf allen politischen Ebenen erwirkt werden, regional, national und global die Pariser Ziele einzuhalten. Als wirksame Maßnahme zur Umsetzung des völkerrechtlich verbindlichen Pariser Klimaschutz-Abkommens dient die Ausrufung des „Klimanotstandes“. Es ist höchste Dringlichkeit geboten. In den nächsten Tagen besteht die historisch einzigartige Möglichkeit, dass unsere Gemeinde Michaelerberg-Pruggern bzw. unsere Nachbargemeinde Sölk oder die Marktgemeinde Öblarn, als eine der ersten Gemeinden in Österreich den symbolischen Status „Klimanotstand“ ausruft bzw. gemeinsam ausrufen. Begründung des Klimanotstandes: Die höchste Gefährdungslage unserer Seitentäler und unserer Ortsgebiete.

Als Mitgliedsgemeinden

  • der Klima- und Energie-Modellregion Gröbming
  • und der Klimawandel-Anpassungs-Modell-Region (KLAR)

besteht zusätzlich ein erhöhtes Verantwortungsbewusstsein als Klimaschutz-Vorbilder zu handeln.

Ich bitte euch zum Schutz der Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel dem Antrag auf Ausrufung des Klimanotstandes stattzugeben.

(Danke Herrn Bürgermeister Hannes Huber für die Information und für die Einwilligung, den Text zu veröffentlichen.)

LENA- unseren LEbensraum gemeinsam NAchhaltig gestalten

Um die regionale Entwicklung zukunftsfähig gestalten und planen zu können, wollen wir erstmalig in der (nieder-)österreichischen Planungspraxis praxistaugliche Leitlinien zu den Handlungsfeldern regionale Baukultur, Flächensparen und aktive Bodenpolitik für die Region Römerland Carnuntum adaptieren und mit regionalen Stakeholdern im Rahmen der Club of Rome Carnuntum Bildungsformate formulieren. Mittels bewusstseinsbildenden Maßnahmen soll die örtliche und regionale Baukultur identifiziert und verständlich gemacht werden. Dies kann nur in Zusammenarbeit zwischen Planung, Praxis und Bevölkerung erfolgen.

Projekt LENA- unseren LEbensraum gemeinsam NAchhaltig gestalten
Der Regionalentwicklungsverein (REV) Römerland Carnuntum startet im Herbst in Kooperation mit uns, dem Club of Rome Carnuntum, und der TU Wien das Projekt LENA – Unseren LEbensraum gemeinsam NAchhaltig gestalten. Gemeinsam beschäftigen wir uns intensiv mit der Entwicklung eines zukunftsfähigen, regionsspezifischen und nachhaltigen Lebensraums. Im letzten Jahr erstellte der REV Römerland Carnuntum gemeinsam mit der TU Wien ein „Interkommunales Entwicklungskonzept für Gemeinden der Region Römerland Carnuntum“. Darauf aufbauend startet nun LENA. Wie unser Lebensraum gestaltet, bebaut und genutzt wird ist für die Lebensqualität der Menschen, die im Römerland Carnuntum leben, von entscheidender Bedeutung. 

Mehr zu LENA

Lebensraum & Baukultur

Die Region Römerland Carnuntum ist durch ein starkes Bevölkerungswachstum gekennzeichnet, es wird von einem Wachstum von mehr als 10% in den kommenden 15 Jahren ausgegangen. Diese Entwicklung wird in der Region in allen gesellschaftlichen Sphären spürbare Veränderungen mit sich bringen. In erster Linie wird sich dieses Wachstum auf die Ressource Boden auswirken: die Nachfrage nach Bauland wird weiter ansteigen und es ist davon auszugehen, dass es dadurch zu einer verstärkten Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Bodennutzungsarten kommen wird. Nutzungskonflikte sind vorprogrammiert.

Wir im Römerland Carnuntum wollen uns der Gestaltung unseres Lebensraumes widmen! Wir berücksichtigen dabei Tradition und Innovation um aus den Leistungen der Vergangenheit und der Gegenwart das baukulturelle Erbe von morgen zu schaffen. Denn wie wir unseren Lebensraum gestalten, ist identitätsstiftend für die Bevölkerung. Gelungene Baukultur steigert die Lebensqualität und wertet den Wirtschaftsstandort auf.