Wir sind das Klima

Wie gehen wir mit einer Katastrophe um, die das Überleben der Menschheit bedroht? Jonathan Safran Foer stellt in „Wir sind das Klima“ große Fragen und gibt vor allem eine Antwort: Jeder und jede kann und muss etwas tun.

Wir sind das Klima

Mit Mindfullness zum wirtschaftlichen Erfolg

Kulturwandel in Unternehmen: Mit Mindfullness zum wirtschaftlichen Erfolg

Peter Bostelmann ist Chief Mindfulness Officer des Walldorfer Software-Giganten SAP.

Der im Silicon Valley ansässige Deutsche sorgt dafür, dass bei seinem Unternehmen inzwischen über 9.000 Mitarbeitende ein zweitägiges Achtsamkeits-Training durchlaufen haben, das sich aus an dem von Google entwickelten „Search inside Yourself“-Programm entwickelte. Über 40 interne Trainer haben den Kollegen das Thema Achtsamkeit bereits näher gebracht – viele Tausend Interessenten sind auf einer langen Warteliste, um auch an einem dieser Trainings teilnehmen zu können.

Bostelmann kann inzwischen belegen, dass die global ausgerollten Achtsamkeits-Trainings nicht nur zu einem höheren Wohlempfinden bei den Mitarbeitenden führen, sondern auch dem Unternehmen gut tun: Der Return-on-Invest für diese aussergewöhnliche Maßnahme liegt bei mehr als 200 Prozent.

Sebastian Purps-Pardigol: In meiner Recherche habe ich gelesen, dass Sie zunächst aus persönlichen Gründen angefangen haben, zu meditieren und dass sich inzwischen bei SAP Tausende von Menschen mit Achtsamkeits-Meditation beschäftigen. Wie ist Ihnen das gelungen?

Peter Bostelmann: Hui … das ist eine große Frage. Das Ganze hat vor 14 Jahren mit meiner damaligen Lebensgefährtin begonnen, die meditierte und Yoga machte. Ich selbst habe das zu Anfang milde belächelt. Nicht abwertend, aber ich hatte eben mein Gedankenmodell. Ich hatte Triathlon und Ausdauersport, was mir half, den Stress im Job auszugleichen. Und so sagte ich meiner Freundin: „Mach du mal Yoga und Meditation – ich brauche das nicht. Das ist nicht meins.“ Das ist wichtig, denn aus heutiger Sicht kann ich alle verstehen, die eine ähnliche Haltung haben. Meine eigenen Vorurteile standen mir im Weg, die wirklich lebensverändernden Themen anzugehen.

Sebastian Purps-Pardigol: Was hat Sie umgestimmt?

Peter Bostelmann: Ich habe meine Freundin ein paarmal erlebt, nachdem sie tief in die Stille gegangen war, und ich habe bei ihr gefühlt: Etwas hat sich verändert. Sie kam mit einem inneren Leuchten wieder heraus. Damals begann meine Neugier, und ich habe selbst begonnen, ein bisschen zu meditieren. Einige Zeit später geriet unsere Beziehung in eine schwere Krise. Da hat mir ein Freund empfohlen: „Geh doch mal für zehn Tage in ein Schweige-Retreat!“ Das habe ich getan. Sowas ist nicht einfach. Man setzt sich sehr mit sich selbst auseinander. Aber wenn man das durchhält, dann wird man die Früchte ernten. Meine Vorstellung damals war: Wenn man lange meditiert, dann entschwebt man. Genau das Gegenteil passiert. Man beginnt, die Dinge schärfer und klarer zu sehen. Das war eine sehr starke Erfahrung für mich.

Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Meine Selbstwahrnehmung ist stark gestiegen. Ich kann meine Gedanken beobachten, ich kann sie lenken, und ich kann eine Unabhängigkeit davon gewinnen. Die Dinge, die im Außen passieren, kann ich nicht verändern. Aber ich kann meine Haltung dazu verändern, so dass es sich anders anfühlt. 

Die ersten Jahre habe ich im stillen Kämmerlein meditiert – ich habe das nicht an die große Glocke gehängt. Es war eine sehr private Erfahrung, und ich war auch sicher, dass das die Menschen in meinem beruflichen Umfeld nicht interessiert. In meiner damaligen Rolle als Programm-Manager – ich war verantwortlich für multinationale Softwareeinführungsprojekte – konnte sehr viel Druck sein. Und ich habe bemerkt, dass ich vielen Situationen mit mehr innerer  Ruhe und Klarheit begegnete.

Sebastian Purps-Pardigol: Wann war denn der Tipping Point, an dem aus dem still Meditierenden jemand wurde, der das Thema in die Firma hereintragen hat?

Peter Bostelmann: Das war eher eine Trippelschritt-Reise. Ein Mosaikstein war, dass ich einmal in einem Meeting darüber gesprochen habe. Dass ich da gemerkt habe: Zehn Augenpaare hängen an mir! Und ich dachte: Das interessiert vielleicht doch mehr Leute als mir klar ist. Ich bin durch andere im Silicon Valley neugierig geworden. Ich wusste: da schreibt irgend so ein verrückter Ingenieur von Google ein Buch über Achtsamkeit im Business-Kontext. Damals, im Jahr 2011, war er noch am Schreiben. Da ist bei mir innerlich der Gedanke gereift: Das würde vielen meiner Kollegen auch gut tun.

Aber ich hätte in meinen wildesten Träumen nicht gedacht, wo wir heute stehen. Ich hätte nie erwartet, wie das  Fahrt aufnimmt. Dass sich bei SAP eine ganze Abteilung daraus entwickelt. Im Jahr 2012 habe ich konkret angefangen, darüber nachzudenken, wie sowas aussehen könnte. Kreiere ich selbst ein Programm? Holen wir Experten von draußen, oder pilotieren wir etwas, was es schon gibt? 

Sebastian Purps-Pardigol: War es damals Ihre alleinige Idee, dass man das größer aufziehen könnte?

Peter Bostelmann: Das kam komplett aus mir heraus. Zwar kannte ich zu dem Zeitpunkt zwei weitere Menschen, die auch mit dem Thema Achtsamkeit was machen wollten. Doch die saßen beide in Walldorf, während mein Büro im Silicon Valley ist.

Sebastian Purps-Pardigol: Warum haben Sie sich ausgerechnet an Google orientiert? Es gab zu dem Zeitpunkt ja noch andere Unternehmen im Silicon Valley, die sich mit Mindfulness auseinandersetzten …

Peter Bostelmann: Ich habe mir Programme in verschiedenen Unternehmen angesehen und Google fiel damals in die engere Wahl: Ich kenne bei Google einige Leute, so dass ich wusste, wer alles dahinter steckt: Marc Lester etwa ist als Zen-Lehrer bekannt, und er ist jemand, der lange schon das Thema Mindful Business vorantreibt. Google hatte den großen Vorteil, dass sie einen Sandkasten hatten, wo sie ein Programm über Jahre verfeinern konnten.

Sebastian Purps-Pardigol: Sie haben sich also Googles „Search inside yourself“ Programm angeschaut. Wann und wie ist es Ihnen gelungen, das zu SAP übertragen?

Peter Bostelmann: Ich habe versucht, jeden potenziellen Geldgeber, den ich im Unternehmen finden konnte, zu gewinnen: Von Learning & Business bis hin zum Board-Level. Das Interessante dabei war, dass ich häufig eine sehr ähnliche Antwort bekommen habe: „Naja, Peter, Achtsamkeit, weißt du … Ich selbst finde das ja spannend und würde das ja machen. Aber ob die Firma schon so weit ist? Da habe ich Zweifel!“ Das hat fast jeder gesagt. Und da dachte ich: Vielleicht ist die Firma als die Summe von uns allen ja viel weiter als wir denken! Aber ich habe keinen direkten Sponsor gefunden, der mir dafür Budget zur Verfügung stellte. Die Frage war also: Habe ich hier ein Exoten-Hobby oder ist das etwas, das viele Menschen interessiert? Als allerersten Schritt haben wir ein öffentliches Event mit Gastrednern kreiert.  Das fand am 8. Mai 2013 statt, hier in Palo Alto –  da hat SAP etwa 4500 Mitarbeiter. Ich habe geglaubt, dass die Menschen hier offener sind. Der Saal war voll – die große Kantine! Die konnte ich adressieren und sagen: „Lasst uns einen Piloten machen, um zu schauen: Passt das in unsere Kultur?“

Sebastian Purps-Pardigol: Dadurch, dass Hunderte von Menschen da waren, haben Sie endlich Ihr Budget bekommen?

Peter Bostelmann: Nein,  das kam erst später… ich musste damals 50 Menschen finden, die bereit waren, ihren Chef wiederum zu überzeugen, ihren Anteil aus dem Kostenstellenbudget zu bezahlen – das war die kritische Masse.

Sebastian Purps-Pardigol: War es damals schon dieses zweitägige Training, das es heute noch ist?

Peter Bostelmann: Die Struktur ist die gleiche geblieben, die Inhalte sind über die Jahre leicht verbessert worden. Was wichtig ist: Heute ist es kein Google-Programm mehr, obwohl es ja bei Google entwickelt worden war. Im Jahr 2012 hat Google die Rechte am Programm an SIYLI übertragen. Chade-Meng Tan, der das Programm damals bei Google entwickelt hatte, hat mit Freunden zusammen ein Non-Profit-Unternehmen gegründet: „SIYLI – Search Inside Yourself Leadership Institute“.

Das ist das Programm, was wir bis heute fahren. Wir haben den ersten Piloten in Palo Alto gemacht, und die Resonanz war sehr, sehr positiv. Was geholfen hat, war, dass etwa ein Drittel der Mitarbeiter im Team Deutsche waren, darunter einige hochkarätige Führungskräfte, die sagten: „Super-Training!“ Damit hat das die Resonanz in Deutschland bekommen.

Und wieder sagten einige: „Das ist ja alles spannend, dass ihr in San Francisco ein Training mit Mindfulness- Meditation macht. Ob das aber woanders in der Welt auch funktioniert? Da haben wir unsere Zweifel!“ Das Gute war aber, dass unser damaliger deutscher Arbeitsdirektor, Dr. Wolfgang Fastnacht, selber Achtsamkeit praktizierte – und das merkt man auch: Der hat eine Präsenz wie ein Fels, und ist unglaublich ruhig in vielen Situationen. Der sagte: „Das würde ich gerne bei uns testen.“ Mit dem positiven Erlebnis hier im Valley haben wir also die nächsten Piloten in Deutschland gemacht.

Es hat fast ein Jahr gedauert, bis alles Administrative geregelt war. Das Gute daran, dass es ein so langer Prozess war: Wir haben sehr früh eine Interessentenliste aufgemacht. Auf der Warteliste, als wir ein Jahr später nach Walldorf kamen, standen über 500 Personen. Das war wieder ein Signal: Es besteht Interesse.

Wir haben die Veranstaltung nicht beworben, es gab nur Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir haben die Pilot-Kurse in Deutschland mit insgesamt 200 Mitarbeitern gemacht, und sie wurden zu unserer Überraschung noch positiver angenommen als die in Palo Alto. Da war klar: Das scheint einen Nerv zu treffen. Also haben wir begonnen, langsam mehr zu tun. Die Warteliste ist überproportional schnell weitergewachsen durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Nach einem weiteren halben Jahr waren es plötzlich 1500 Personen. Dann ist unser Chief Learning Officer auf die lange Warteliste aufmerksam geworden, und er hat gesagt: „Dafür schaffe ich eine Stelle!“ Somit wurde ich Anfang 2014 zum Director of Mindfulness, später haben wir die Stelle umgetauft in Global Mindfulness Practice. Das waren die Anfänge.

Sebastian Purps-Pardigol: Anfang 2013 haben Sie in Palo Alto also einen Durchlauf gemacht,  2014 dann weitere Durchläufe in Walldorf … welche Veränderungen haben Sie denn damals festgestellt, die das Unternehmen bewogen haben, eine eigene Stelle dafür zu schaffen?

Peter Bostelmann: In einem Fragebogen haben wir bei den Kursteilnehmern per Selbstauskunft zehn Fragen abgefragt – vor dem Kurs, vier Wochen später noch einmal und sechs Monate später wieder. War das ein Strohfeuer, oder hatte es eine Wirkung? Top-Werte kamen heraus bei den Fragen: „Wie konzentriert bin ich im Laufe meines Arbeitstags?“, „Wie empfinde ich Klarheit?“

Nach vier Wochen war der Wert der Konzentration nach dem subjektiven Empfinden der Befragten um gut zehn Prozent nach oben geschnellt. Das Schöne war, dass nach sechs Monaten alle Werte nochmal um zwei bis drei Prozent gestiegen sind. Jetzt hatte sich die Konzentrationsfähigkeit nach subjektivem Empfinden um insgesamt 12 Prozent, die Kreativität um 11 Prozent erhöht – und das, obwohl einige Teilnehmer dabei waren, die durchaus kritisch eingestellt gewesen sind.

650 Teilnehmer, das ist schon eine halbwegs ordentliche Stichprobe, sagt unser Statistiker. Im Jahr 2015 haben wir eine größere Studie durchgeführt, in der wir uns 4800 Teilnehmer angesehen haben.

Sebastian Purps-Pardigol: Haben Sie diese Studie veröffentlicht?

Peter Bostelmann: Nicht im Detail. Was ich bisher sagen darf, ist, dass das Employee Engagement signifikant gestiegen ist, während die Fehlzeiten signifikant zurückgegangen sind. Der Statistiker, der die Studie gemacht hat, will das in einem Peer Review publizieren. Das wird noch einige Monate dauern, mittelfristig wird es verfügbar sein.

Sebastian Purps-Pardigol: Sie haben mal eine Zahl veröffentlicht: Wenn das Employee Engagement um nur 1 Prozent stiege, würde das zusätzlich 50 bis 60 Millionen Euro operating profit bedeuten.

Peter Bostelmann: Ja genau – Diese Zahl ist von einer Prüfungsgesellschaft testiert worden, die kommt nicht von uns.

Sebastian Purps-Pardigol: In SAPs Business Health Culture Index entsprechen 1% Zuwachs für alle Mitarbeiter 85 Millionen Euro Zuwachs in Operating Profit und die die Achtsamkeits-Trainings haben einen signifikanten Einfluss auf diesen Index … Sie sagen öffentlich, dass Sie 200 Prozent Return on Invest haben. Für jeden Dollar, den Sie in das Mindfulness Programm investieren, kriegen Sie also zwei Dollar wieder raus?

Peter Bostelmann: Genau, und das ist sehr konservativ gerechnet. Wir wissen aus diesen Untersuchungen von 4800 Mitarbeitern, wie hoch das Employee Engagement gestiegen ist, wie hoch der Leadership Index gestiegen ist und wie sehr die Fehlzeiten zurückgegangen sind. Und wir wissen jeweils, wieviel ein Prozent wert ist – das ist eine einfache Rechenübung. Und ich kann dagegen halten: Was kostet mich das Programm inklusive Personalkosten, wenn ich 50 Leute im Training sitzen habe?

Sebastian Purps-Pardigol: Was ist eigentlich Ihr Job? Was genau machen Sie heutzutage inhaltlich?

Peter Bostelmann: Ich leite das Programm „Global Mindfulness Practice“ und baue es weiter aus. Es hat verschiedene Bausteine. Ich bin der größte Antreiber des Ganzen gewesen, wenn man sich das in der Geschichte betrachtet. Mittlerweile gibt es zwei Vollzeitstellen, und es kommen gerade drei weitere dazu. In einigen Monaten werden wir ein Team mit sechs Vollzeitstellen haben. Ich verantworte mit meinen Kollegen zusammen den Rollout der Trainings. Wir haben mittlerweile mehr als 9000 Mitarbeiter geschult, weitere 8000 stehen auf der Warteliste, und das mittlerweile an weit über 50 Standorten. Wir entwickeln selber eigene Inhalte, die wir zusätzlich schulen.

Sebastian Purps-Pardigol: Wieviele Trainer haben Sie inzwischen?

Peter Bostelmann: Wir haben inzwischen 43 SAP interne Trainer und das ist einer der Erfolgsfaktoren, warum das Programm bei uns so durch die Decke geht: Wir haben die Menschen sehr sorgfältig ausgewählt. Wir haben etwa dreimal mehr Bewerber als wir als Trainer annehmen. Die müssen zum einen selbst Achtsamkeitserfahrungen mitbringen und zum anderen in ihrem Job zufrieden sein. Wir vermeiden solche, die sagen: „Ich mag meinen Job nicht mehr, Achtsamkeit könnte meine Rettung sein.“

Sebastian Purps-Pardigol: Ihre Achtsamkeits-Trainer sind ja keine Fulltime-Trainer. Wieviel Zeit verbringen diese in den Trainings?

Peter Bostelmann: Genau, die machen weiterhin ihre normalen Jobs. Wieviel Zeit sie in den Trainings verbringen, hängt davon ab, welche Rolle sie haben. In Absprache mit der jeweiligen Führungskraft ist das zwischen fünf und 25 Prozent. Sie müssen mindestens vier Trainings im Jahr machen, das sind viermal zwei Tage. Manche machen deutlich mehr.

Sebastian Purps-Pardigol: Wird die Zeit, die der Führungskraft verloren geht, über die Kostenstelle kompensiert, oder sagt die Führungskraft: Die Zeit, die ich nicht zur Verfügung habe mit dir, zahle ich?

Peter Bostelmann: Das übernimmt die Führungskraft – es ist Teil der SAP-Kultur. Mittlerweile haben wir die Befürwortung des Vorstandsvorsitzenden. Wenn unser CEO sagt: „Das ist ein wichtiges Programm, das sollte jeder machen!“, dann hilft das. Auch der globale Personalchef, Stefan Ries, steht voll dahinter, so dass nach und nach viel mehr Rückenwind entsteht.

Sebastian Purps-Pardigol: Weshalb ist das Thema der internen Trainer so ein Erfolgsfaktor aus Ihrer Sicht?

Peter Bostelmann: Wenn jemand aus seiner Rolle heraus erklärt, warum Achtsamkeit ihm im Alltag hilft, einen guten Job zu machen, dann hat das eine ganz andere Relevanz für viele in dem Kurs, als wenn da ein externer Lehrer kommt. Ich gebe mal ein praktisches Beispiel: Einer unserer Lehrer ist der Vice President Sales für ein bestimmtes Produkt. Im Trainingsplan hat er mal von der Eskalation mit einem Kunden berichtet, da gab es eine Spannung. Da konnte er an sich selber beobachten, was diese spannungsreichen Gespräche in seinem Körper ausgelöst haben, und dass er sich selbst wieder regulieren konnte. Seine Fähigkeit zur Selbst- und Impulsregulierung hat ihm geholfen, die Situation mit Empathie und einer mitfühlenden Haltung viel besser aufzulösen. Das ist eine authentische Erfahrung, mit der die Teilnehmer sich gut identifizieren können.

Sebastian Purps-Pardigol: Was passiert nach den Trainings? Was tun die Teilnehmer, die aus den zweitägigen Trainings kommen, um das Gelernte in ihren Alltag zu integrieren?

Peter Bostelmann: Das ist sehr unterschiedlich. Im Moment zu sein, das ist das Leichteste und das Schwerste zugleich. Achtsamkeit ist keine Idee, sondern eine Übung, die nach und nach Strukturen im Gehirn verändert. Jeden Tag eine Meditationspraxis zu haben, ist natürlich eine sehr wirkungsvolle Art zu üben, kleine Übungen im Alltag funktionieren aber auch. Zum Beispiel gibt es die Übung: „Drei bewusste Atemzüge“ – ideal, wenn man angespannt ist oder zwischen zwei Meetings kurz mal abschalten muss. „Drei bewusste Atemzüge“ dauern nicht mal eine Minute. Beim ersten bewussten Atemzug konzentriere ich mich, richte all meine Aufmerksamkeit auf meinen Atem, beim zweiten bewussten Atemzug entspanne ich meinen Körper, beim dritten bewussten Atemzug frage ich mich: Was ist gerade wirklich wichtig? Es ist eine echte Erfahrung, dass diese drei Atemzüge etwas verändern.

Und noch etwas ist wichtig: Der Kurs ist freiwillig. Wer teilnimmt, bekommt einen Blumenstrauß an Möglichkeiten angeboten. Viele kommen da raus und sagen: Ich möchte etwas verändern. Wir unterstützen das, indem wir über Wochen regelmäßig E-Mails verschicken als Erinnerung. Wir laden ein zu Lernpartnerschaften: Man trifft sich regelmäßig in Zweier- oder Dreiergruppen, um sich da bei der Stange zu halten. Wir haben ein wachsendes und mittlerweile recht beachtlichen Angebot von virtuellen Meditationen, die täglich zu bestimmten Zeiten stattfinden, wo man sich einwählen kann. Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert, aber es trifft auf große Resonanz. Wir empfehlen bestimmte Apps zum Download, und wir haben an inzwischen 25 globalen Standorten freiwillige Mitarbeiter vor Ort, Ambassadore und zum Teil auch Lehrer, die selbst Gruppen anleiten. Dort sitzen dann Menschen, die eine halbe Stunde zusammen üben: gemeinsames Meditieren, achtsames Essen, Austausch …

So können wir den verschiedensten Zielgruppen und Adressaten Angebote machen – virtuell und vor Ort: Wie kann ich das in den Alltag integrieren? Wie mache ich es zu einer Gewohnheit? Wie hilft Achtsamkeit, meine emotionale Intelligenz zu steigern und besser mit äußeren und inneren Konflikten umzugehen?

Wir bringen vielen Menschen bei uns weltweit nahe, was die positive Psychologie und die Neurowissenschaften an Erkenntnissen gewonnen haben – und das ist ja eine ganze Menge. Seit das Thema bei uns so in die Breite gegangen ist, ist klar: Es wird meditiert, da ist nichts Komisches mehr dran. Unser deutscher Personalchef Cawa Younosi  hat sich schon auf einer Großveranstaltung auf die Bühne gestellt und gesagt: Achtsamkeit ist ein Teil der DNA der SAP.

Sebastian Purps-Pardigol: Achtsamkeit bedeutet nicht, dass man immer auf dem Hocker sitzen muss. Es heißt, zu lernen, auch im normalen Alltag im Hier und Jetzt zu sein …

Peter Bostelmann: … und jeden Moment als einen besonderen Moment wahrzunehmen. Das klingt vielleicht ein bisschen esoterisch. Aber unser Leben besteht ja aus lauter kleinen Momenten. Und die Frage ist: Wir schaffe ich es, jeden dieser kleinen Momente mit mehr Bewusstsein zu versehen und damit die gefühlte Lebensqualität zu steigern? Nach meiner Erfahrung macht Achtsamkeit das Leben lebendiger und gibt ihm mehr Tiefenschärfe.

Sebastian Purps-Pardigol: Was sind denn die Beweggründe, warum die Menschen in Ihren Kurs kommen? Haben Sie dazu qualitative Rückmeldungen?

Peter Bostelmann: Na klar, damit bewerben wir ja den Kurs. McKinsey hat den Begriff vom „War of Attention“ geprägt. Die vielen wunderbaren mobilen Geräte unserer digitalen Ära sind ja von hochkalibrigen Experten so gestaltet, dass sie unsere Aufmerksamkeit ständig in ihren Bann ziehen. Zumindest von Asien kenne ich das schon, dass in einigen Ländern ein bestimmter Anteil der Jugendlichen digital süchtig ist. Und auch hier muss man nur die Augen aufmachen und durch die Straßen gehen, dann weiß jeder, wovon die Rede ist. 

Viele sagen: „Ich bin nur noch am Arbeiten, ich komme gar nicht mehr richtig bei mir an. Werde ich allen gerecht, und was kann mir helfen?“ Was man lernen kann, ist: Wir können unsere Aufmerksamkeit ausrichten, damit wieder mehr im  Moment ankommen und größere  Zufriedenheit erleben.

Sebastian Purps-Pardigol: Sie bieten Ihr Programm auch Ihren Kunden an? – Wie kam es dazu? Und warum tun Sie das überhaupt?

Peter Bostelmann: Dass SAP Achtsamkeit global anbietet und dass dies bei uns so eine Resonanz erzielt, das ist ja bereits seit einigen Jahren in den Medien. So haben dann auch große Kunden von uns gehört. Und es kam die Frage: „Könntet ihr uns dabei helfen?“ Beim allerersten Mal dachte ich: „Nö, das haben wir doch gar nicht in unserem Portfolio.“ Dann kam die Frage aber noch ein zweites und ein drittes Mal. Und ich dachte: „Hmm, okay …“ Und ich habe das einfach mal meiner Chief Learning Officer gesagt: „Wäre es interessant, wenn wir daraus einen billable service machen?“ Die Resonanz war überraschend positiv.

Warum war das für mich interessant? Ich glaube, dass diese Praktiken in der Welt etwas verändern können. Wenn mehr Menschen mit sich in Kontakt sind, wenn sie lernen, wo sie Negativität generieren, wie sie sich dessen gewahr werden und damit umgehen können, dann wird die Welt zu einem nachhaltigeren und friedvolleren Ort werden. Das ist mein Antrieb, das in die Welt zu tragen. Und ich war dann auch überrascht, als ich einmal bei Siemens ein Gespräch mit internen Mitarbeitern hatte. Die finden das spannend, dass da ein anderer Technologiekonzern kommt und sagt: „Das können wir auch!“. Sie sagten: „Wenn jetzt die SAP zu uns kommt, das wäre das Coolste überhaupt!“ Und ich dachte: Wenn die Resonanz so positiv ist, dann mache ich das gerne.

https://kulturwandel.org/gespraech/sap-peter-bostelmann/?_NL&utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Kulturwandel_Mai_2019&utm_content=Mailing_13389853

Mehr über Kulturwandel in Unternehmen: https://kulturwandel.org/

Foto Peter Bostelmann: Julius Erdmann

Go for climate

Camilla von Plant-for-the-Planet hat uns einen Brief geschrieben:

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin Camilla, 24 Jahre, Kamerafrau und Leistungssportlerin. Und ich laufe nach Afrika. Bei einem Vortrag von Entwicklungsminister Gerd Müller erfuhr ich von der Rolle Afrikas in der Klimakrise. Sollten die Menschen in den 54 Ländern Afrikas unseren CO2-intensiven Weg kopieren, ist die Klimakatastrophe sicher. Dabei gibt es gerade dort riesiges Potential für Klimalösungen, von neuen Wäldern bis Wüstenstrom.

Ich kontaktierte Felix von Plant-for-the-Planet und junge Menschen aus aller Welt. Und nun ist es so weit: Wir starten Go for Climate. Am 6. September gehen wir in Berlin los, durchqueren Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Monaco, Frankreich und Spanien, setzen im Boot über nach Marokko. 
Unser Ziel: der größte Solarpark der Welt in Ouarzazate. Am Freitag, 22. November, treffe ich dort Mitstreiter aus Afrika.

Auf dem Weg lasse ich mir – und uns allen! – Mut machen. Wir treffen klimaneutrale Unternehmen und Gemeinden und Menschen wie den „Bergdoktor“ Hans Sigl, der seine Fans motiviert, die einfachste aller Lösungen umzusetzen: Bäumepflanzen. 

Du kannst dabeisein, indem du mitpflanzt in unserer App 
im Google Playstore: bit.ly/31Nu9XL
im App Store: apple.co/2TLVXJn
im Web: trilliontreecampaign.org.

Und du kannst mitlaufen. Wo ich bin, verrate ich dir hier: goforclimate.org/treck
Setzen wir uns in Bewegung, denn es gibt nur noch eine Richtung: Nach vorne.

Deine Camilla

Klima-Notstand

Michaelerberg-Pruggern: KLIMA-NOTSTAND!

Die steirische Gemeinde Michaelerberg-Pruggern (Bezirk Liezen) war die erste österreichische Gemeinde, die den Klimanotstand ausgerufen hat. Hier der Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom  13. Juni 2019, bei der dieser Beschluss einstimmig gefasst wurde:  

Bericht von Herrn Ernst Schrempf, kommunaler Klimaschutzbeauftragter, zum Thema Ausrufung des „Klimanotstandes“ für die Gemeinde Michaelerberg-Pruggern:  

Die Grundlage meines Antrages auf „Klimanotstand“ sind detaillierte Kenntnisse über die Entwicklung der Klimaerhitzung und die damit verbundenen zerstörerischen Auswirkungen in unseren Heimatgemeinden. Als erklärtes Ziel muss deswegen auf allen politischen Ebenen erwirkt werden, regional, national und global die Pariser Ziele einzuhalten. Als wirksame Maßnahme zur Umsetzung des völkerrechtlich verbindlichen Pariser Klimaschutz-Abkommens dient die Ausrufung des „Klimanotstandes“. Es ist höchste Dringlichkeit geboten. In den nächsten Tagen besteht die historisch einzigartige Möglichkeit, dass unsere Gemeinde Michaelerberg-Pruggern bzw. unsere Nachbargemeinde Sölk oder die Marktgemeinde Öblarn, als eine der ersten Gemeinden in Österreich den symbolischen Status „Klimanotstand“ ausruft bzw. gemeinsam ausrufen. Begründung des Klimanotstandes: Die höchste Gefährdungslage unserer Seitentäler und unserer Ortsgebiete.

Als Mitgliedsgemeinden

  • der Klima- und Energie-Modellregion Gröbming
  • und der Klimawandel-Anpassungs-Modell-Region (KLAR)

besteht zusätzlich ein erhöhtes Verantwortungsbewusstsein als Klimaschutz-Vorbilder zu handeln.

Ich bitte euch zum Schutz der Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel dem Antrag auf Ausrufung des Klimanotstandes stattzugeben.

(Danke Herrn Bürgermeister Hannes Huber für die Information und für die Einwilligung, den Text zu veröffentlichen.)

Was gutes Leben in Vorarlberg bedeutet

Ist Glück messbar?

Ein neuer Index soll das in Vorarlberg versuchen.

Eine neue Messgröße soll, abseits von wirtschaftlichem Erfolg, die tatsächliche Lebensqualität in Vorarlberg feststellen. Wie diese messbar ist, soll auch die Bevölkerung entscheiden.
„Als erstes Bundesland führt Vorarlberg einen Wohlstandsindikator ein“, freut sich der Grüne Klubobmann Adi Gross über den heutigen Beschluss des schwarz-grünen Antrages im Volkswirtschaftlichen Ausschuss mit den Stimmen der Grünen, ÖVP und SPÖ.
„Das herkömmliche Messinstrument BIP sagt nur wenig über das tatsächliche Wohlergehen einer Gesellschaft aus. Wirtschaftliches Wachstum bedeutet nicht immer mehr Einkommen oder Zufriedenheit für alle. Es braucht daher alternative, darüber hinausgehende Messgrößen“, so Gross.
Klare Vorgabe
Mit dem Wohlstandsindex muss sich die Politik nach klaren Vorgaben richten, die das Wohlergehen der hier lebenden Menschen fördern – wie etwa Gesundheit, Luftqualität, Wohnqualität oder sichere Einkommen. „All das wird beim BIP nicht gemessen. Die neue Messgröße wird eruieren, wie es um die Lebensqualität in Vorarlberg steht.“
Gross wundert sich auch, dass die FPÖ gegen den Antrag gestimmt hat. „Die FPÖ ist der Ansicht, dass es das nicht braucht. Einmal mehr zeigt sie damit, wie wenig sie sich um das tatsächliche Wohlergehen einer Gesellschaft sorgt“, so Gross.
30 Indikatoren
Nach dem Beschluss des Wohlstandsindikators im Landtag am 3. Oktober wird das Zukunftsbüro die Umsetzung koordinieren. Dabei werden auf Basis eines von der Statistik Austria entwickelten Sets von 30 Indikatoren in den Kategorien Wohlstand, Lebensqualität und Umwelt konkrete Messgrößen entwickelt.
„Das wird ein spannender Prozess, beim dem die Bevölkerung mit eingebunden wird. Gemeinsam werden wir darüber diskutieren, was Wohlstand bedeutet und daher vom Indikator berücksichtigt werden muss“, schließt Gross.
Multidimensionale Betrachtung des Wohlstandes in Vorarlberg

 

Die Jungen und die Älteren….

Zwei Themen, die mir wichtig sind

von Christine Schmied, Vorstandsmitglied des Club of Rome Carnuntum, Juni 2019

 

Ich denke, dass in unserer Gesellschaft zwei Altersgruppen bei den meisten politischen und gesamtgesellschaftlichen Überlegungen und Entscheidungen völlig unbedacht bleiben.
1. Wir müssen uns auf die kommenden und heranwachsenden Generationen (die Generation der künftigen Entscheidungsträger) viel mehr einlassen: Uns ihnen aktiv zuwenden, sie mehr fragen, sie mehr in den Dialog einbinden, ihnen eine eigene Persönlichkeit mit eigenen Meinungen zutrauen und zugestehen. Denn wenn wir in ihrem Sinne handeln wollen, müssen wir ihren Sinn überhaupt erst erkennen. Was macht sie, wohin will sie, was wünscht sie sich, wovor hat sie Angst, wo fühlen sie sich alleingelassen, wo fühlen sie sich übergangen.

Damit Kinder und Jugendliche herausfinden wer sie sind, was in ihnen steckt, und wohin sie wollen, müssen wie ihnen den dafür nötigen Raum, die Zeit und Mittel geben. Um Kinder dazu zu motivieren sich auszudrücken, dient vor allem die Kunst. Sei es durch Malerei, Musik, Tanz… sich mit sich selbst zu beschäftigen ist immer noch der Weg zum Erfolg. Wer sich selber kennt und ausdrücken kann, findet auch den individuell richtigen Bildungsweg. Die eigene Persönlichkeit heran-bilden sollten wir rasch mehr Bedeutung geben. Aus Individualität folgert Innovation und Initiative. Dies kann zu einem festen Fundament für eine interessante, vielseitige und facettenreiche Region werden.

Um dies zu erreichen müssen wir unseren Kindern aber auch wieder das Sprechen lernen. Das Sprechen zu und mit ihren Mitmenschen. Eine eigene Meinung zu kreieren und diese auch nach außen zu formulieren bringt Vielfalt. Nicht nur der Vielfalt wegen, sondern vor allem auch in Hinblick auf den Umgang und das Lösen diverser Herausforderungen im Alltag und in der Zukunft. Digitalisierung ist wichtig, großartig und leitungsstark. Dennoch müssen wir unsere Kinder schnell in das analoge Leben und Miteinander zurückführen. Das aktive Interagieren im real life ist wichtiger denn je. Technisch und künstlich errichtete Barrieren müssen fallen. Mehr soziale Verantwortlichkeit, mehr reales Miteinander, mehr Aufrichtigkeit und aktives Zuhören könnten das großartige und hochpotente Ergebnis sein.

2. Und nun zur älteren/alten Generation. Wann immer ich mit Menschen dieser Altersgruppe spreche, bekomme ich zu hören, dass sie sich nicht mehr gebraucht fühlen. Sie empfinden sich als Belastung für die jüngere Generation und sehen in ihrem Leben keinen Sinn mehr. Dies alles ist nur zu gut zu verstehen. Haben diese Menschen doch den Großteil ihres Lebens mit Arbeit im Brotjob, dem Erziehen ihrer Kinder und eventuell der Pflege ihrer eigenen Eltern verbracht. Wenn dies – und bei vielen betrifft dies zwei Drittel eines Tages – wegbricht, kann einem der Tag schon lang werden. Diese Zeit könnte eine Zeit zum Nachdenken sein, wird aber oft zu einer Zeit des Grübelns. Wird diese Zeit auch noch alleine, oder gar isoliert vom sozialen Umfeld verbracht, werden die Empfindungen zunehmend dunkler.

Diesen Menschen gegenüber stehen aber viele junge Menschen. Menschen die Geschichte(n) brauchen. Die Menschen brauchen, die Zeit für sie haben und sie sich auch nehmen. Während also viele Kinder und auch Heranwachsende aufgrund des Leistungsdrucks und Eifers ihrer Eltern immer mehr Zeit fremdbetreut oder alleine verbringen, gibt es viele alte Menschen die viel zu erzählen und an Liebe, Hinwendungen und Aufmerksamkeit zu geben hätten. Da kämen so Ideen (die eigentlich nicht neu sind) in den Sinn, wo Kindergärten und auch Schulen einmal wöchentlich Senioren(einrichtungen) besuchen. Kindern wäre so die Möglichkeit geboten, die wirkliche Geschichte unser (Ur)Großeltern zu erfahren, Werte einer alten Generation vermittelt zu bekommen, vielleicht sogar gemeinsam zu kochen und zu backen. Dies und noch vieles mehr zu tradieren wäre eine großartige Wertanlage in die Entwicklung unserer Kinder. Aber auch die ältere und alte Generation verspürte dadurch wieder das ersehnte Gefühl des Gebrauchtwerdens. Und dass das Vorlesen, Erzählen, gemeinsame Spielen das Aktiv- und Gesundbleiben im Allgemeinen den Menschen länger aufrecht hält, ist bekannt. Stellt sich nur die Frage worauf wir so lange warten…

Rohrauer Gespräche

Mit den Rohrauer Gesprächen wollen wir Kunst, Kultur, Schönheit, Spiritualität und Genuss im Blick auf ein gutes, lebenswertes und gelungenes Leben erörtern.

Um die Lebensqualität, Klimakrise und globale Gerechtigkeit  geht es auch in den Plant-for-the-Planet Akademien, die wir gemeinsam mit Römerland-Carnuntum in unserer Region initiiert haben. Mehr dazu…

Ein weiterer Schritt zur Veränderung sind die Potenzialfördernden Schulen. Mehr dazu…

Gesellschaftlicher Klimawandel

Während der ökologische Klimawandel in aller Munde und unumstritten ist, beschäftigt sich der Club of Rome Carnuntum auch mit dem gesellschaftlichen Klimawandel; mit der Beziehung der Menschen zueinander. Doch der gesellschaftliche Klimawandel ist schwer greifbar, es gibt keine Skala, an dem sich eine Veränderung ablesen lässt. Es geht mehr um ein vages Gefühl, dass etwas in der Gesellschaft nicht passt, wenn wir Meldungen hören, dass die Burn out Rate steigt, Krankenstände zunehmen, unser kollektives Handeln fragwürdig ist oder das ökonomische Gleichgewicht in Schieflage ist.

Diese Situation, macht vielen Menschen Angst. So weiter tun? So lebenwie bisher? Geht nicht! Aber: Wie geht´s? Wie soll und kann es weiter gehen? Neue Antworten müssen her! (mehr …)